Ihre Chips sind amerikanisch. Wie ist das souverän?
Jeder KI-Chip, der in Europa eingesetzt wird, ist außerhalb der EU entwickelt. Über die Kontrolle entscheidet, wem die Hardware gehört, wer sie betreibt und welches Recht für den Betreiber gilt. Die Racks gehören uns, und wir wählen die Hardware je nach Workload.
Sie betreiben chinesische Modelle. Wie ist das souverän?
Open-Weight-Modelle auf unserer Hardware in München zu betreiben heißt nicht, chinesische Software oder Infrastruktur zu betreiben. Nichts geht an den Hersteller des Modells. Sie wählen das Modell und können jederzeit wechseln.
Wem gehört Infercom, und wer kontrolliert es?
Infercom SCS ist eine Luxemburger Kommanditgesellschaft, geführt und kontrolliert in Europa, ohne US-Muttergesellschaft. Investoren halten wirtschaftliche Anteile ohne Geschäftsführungsrechte. Die vollständige Kontrollkette legen wir auf Anfrage offen.
Was, wenn die USA den Export von KI-Chips stoppen?
Mit Open-Weight-Modellen bleiben Sie beweglich: Sie können dasselbe Modell woanders oder selbst betreiben. Wir planen mit mehr als einem Hardware-Lieferanten.
Geht irgendetwas in die USA?
Bei EU-souveränen Modellen werden Requests in München verarbeitet, und nichts wird auf einer Festplatte gespeichert. SambaNova, unser US-Betriebspartner, hat Fernzugriff, um die Plattform zu betreiben. Der AVV legt das offen. Modelle aus dem Globalen Katalog laufen außerhalb der EU und sind gekennzeichnet.
Reicht DSGVO-Konformität nicht aus?
Die DSGVO regelt die Verarbeitung personenbezogener Daten. Sie verhindert nicht, dass ein ausländisches Gesetz einen Anbieter erreicht, der dem Recht dieses Landes unterliegt. Das entscheidet sich daran, wer den Anbieter kontrolliert, nicht daran, wo die Server stehen.